Flirten in Zeiten von #metoo

#metooSeit Ende Oktober 2017 gibt es dem Hashtag metoo bereits. Hiermit sollen Frauen auf sexuelle Belästigung aufmerksam machen und dies nicht weiter aus Scham verheimlichen. Bereits nach kurzer Zeit haben sich unfassbar viele Frauen zu diesem Thema geäußert. Hier stellt sich nun natürlich die Frage, wie und ob sich dies auf das Flirten im Allgemeinen auswirkt. Wie weit kann ein Mann gehen ohne, dass Frau sich belästigt oder herablassend behandelt fühlt? Hier erfahren Sie alles, was Sie über das Flirten in Zeiten von #metoo wissen sollten.


Was hat sich durch #metoo beim Flirten und beim Versuch der Annäherung verändert?

Die Menschen sind im Allgemeinen sehr viel vorsichtiger geworden, was das Annähern angeht. Vor allem für Männer ist dies sehr viel schwieriger geworden, da sie natürlich verunsichert sind und den Frauen keinesfalls das Gefühl der Belästigung geben möchten. Das Flirten wurde durch #metoo dadurch sehr viel schwieriger. Natürlich möchten Frauen nach wie vor angesprochen werden und auffallen. Doch dies sollte mit Respekt und Achtung geschehen.

Hat eine Frau kein Interesse an einem Mann, hat dieser dies zu akzeptieren. Erfolgen weitere Annäherungsversuche, wird dies häufig als Belästigung empfunden. Aus Sicht der Männer gesehen, ist die Zurückhaltung, die heute beim Flirten herrscht, vollkommen nachvollziehbar. Jedoch ist Flirten immer noch erwünscht. Allerdings in Maßen. Denn nur dann, macht das Kennenlernen Spaß und ist weder für den Mann, noch für die Frau unangenehm. Die Debatte gegen Sexismus und Belästigung, soll jedoch nicht das Kennenlernen zu etwas Lästigem oder Unangenehmem machen.

Auch wenn Männer vorsichtiger geworden sind, und Frauen sensibler auf Kontaktaufnahmeversuche von Männern reagieren, ist es wichtig, dass die Kontaktaufnahme weiterhin funktioniert. Denn wer einen anderen Menschen kennenlernen will, muss diesen entweder ansprechen oder auf dessen Flirt eingehen.

Vielleicht entwickelte sich durch die #metoo-Debatte jedoch auch eine ganz neue Chance für Frauen. Diese können, da die Männer sich verunsichert fühlen, nun den ersten Schritt beim Flirten machen und den Mann, den sie interessant finden ansprechen. Dies gibt dem Mann auch wieder etwas Sicherheit zurück und macht das Kennenlernen wesentlich einfacher.

Wie wird das Thema in anderen Ländern gehandhabt?

Auch in anderen Ländern ist die #metoo-Debatte angekommen. Vor allem die spanischen Frauen waren mit dem Thema “Sexuelle Belästigung” ganz groß in den Medien. An anderen Ländern jedoch, ist das Thema völlig vorbeigegangen. Vor allem in Japan beispielsweise wird das Thema aus Peinlichkeit verschwiegen und Vergewaltigungen daher nur in den seltensten Fällen angezeigt. Die Tatsache, dass U-Bahn Grapscher hier angezeigt werden, lässt darauf hoffen, dass auch Frauen, denen sexuelle Gewalt angetan wurde schon bald den Mut haben, an die Öffentlichkeit zu gehen und das Thema nicht aus Scham zu verschweigen.

Erfreulich ist, dass immer häufiger Fälle von sexueller Gewalt aufgedeckt und bestraft werden. Immer wieder sind Länder wie Indien in den Medien, in denen Frauen von mehreren Männern misshandelt werden. Hiergegen muss vorgegangen werden und welche bessere Gelegenheit gibt es, als #metoo? Die betroffenen Frauen werden bestärkt das Thema nicht zu verschweigen und den Straftäter anzuzeigen, da sie sehen, dass sie mit dem Geschehenen nicht alleine sind und hierfür nicht verachtet werden.

Was ist beim Flirten Tabu und welches Tabu ist seit #metoo neu?

Grundsätzlich gilt, Flirten sollte respektvoll und höflich ablaufen. Sexuelle Kommentare sollten vermieden werden. Doch was gilt bereits als sexistisch und was ist ein nettes Kompliment? Hierbei ist der Körper ein guter Anhaltspunkt. Brüste und Hintern beispielsweise sind absolutes Tabu beim Flirten. Kaum eine Frau möchte von einem Mann hören, dass dieser ihre Brüste oder ihren Hintern heiß findet.

Lieber sollten Sie hier auf das schöne Lächeln oder die fesselnde Ausstrahlung eingehen. Ein Kompliment zum Lächeln oder den hübschen Augen kann nun wirklich niemand falsch verstehen. Erfolgt auf den Flirtversuch hin kein Interesse der Frau sollten Sie damit abschließen. Hartnäckig sein kann zwar gut ankommen, ist aber nicht immer der Fall und wird dann als Belästigung empfunden.

Seit #metoo wird Hartnäckigkeit beim Flirten öfter kritisch betrachtet und sollte daher von Ihnen vermieden werden. Berührungen sollten beim Flirten auch unbedingt vermieden werden. Gibt die Frau Ihnen Zeichen, dass Sie dies auch möchte, ist es vollkommen in Ordnung. Ratsam ist es jedoch, hier auf den ersten Schritt der Frau zu warten.

Wie vermeidet man diese Fehler und Tabus ohne die Lust am Flirten zu verlieren?

Gehen Sie beim Flirten mit Respekt vor, kann Ihnen nicht viel passieren. Frauen möchten nach wie vor angesprochen werden. Flirten ist, sofern es rücksichtsvoll ist, etwas sehr Schönes, welches nicht nur dem Selbstbewusstsein der angeflirteten Person guttut, sondern auch dem eigenen Wohlbefinden. Das Kennenlernen einer anderen Person ist entspannt, wenn Sie die richtigen Worte finden.

Behalten Sie im Hinterkopf, dass Frauen gerne auf deren tolle Ausstrahlung angesprochen werden und nicht auf die prallen Brüste oder den durchtrainierten Hintern. Auch Charakterzüge sind immer ein Kompliment wert. Kennen Sie die Person, mit der Sie flirten möchten jedoch nicht, ist es schwer darauf einzugehen. Vielleicht hat die Frau eine ansteckende Art zu lachen, welches auf Fröhlichkeit schließen lässt und gerne erwähnt werden kann.

Sexistische Themen sollten generell vermieden werden. Das Flirten wiederum nicht. Sind Sie sich unsicher, nehmen Sie Blickkontakt mit der Frau auf, die Sie interessant finden und merken so, ob diese ebenfalls interessiert ist oder Ihre Blicke nicht erwidert. Ja, es gibt #metoo, aber dadurch sollten Sie sich keinesfalls die Freude am Flirten nehmen lassen. Das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Respekt ist das Zauberwort für erfolgreiches Flirten.

Wie gestaltet man die körperliche Annäherung so, dass der andere diese nicht als Belästigung empfindet?

Der körperlichen Annäherung gehen im Normalfall Unterhaltungen und Flirts voraus. Achten Sie auf die Signale, die Ihr Gegenüber Ihnen gibt. Ist die Frau sehr abweisend, sollten Sie auf eine körperliche Annäherung verzichten. Berührt diese Sie jedoch immer wieder “versehentlich” mit der Hand, können Sie nach einer Weile die Hand leicht streicheln. Zärtliche Berührungen an Händen oder Schultern werden, sofern auch vonseiten der Frau Interesse besteht, in den seltensten Fällen als unverschämt oder Belästigung empfunden.

Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie das Bein der Frau streicheln oder den Arm um sie legen. Dies ist für den ersten Schritt der körperlichen Annäherung zu viel und sollte langsam angegangen werden. Im Gespräch werden Sie schnell merken, ob eine Frau nach Körperkontakt sucht oder diesen abblockt. Möchte Sie keine Berührungen, sollten Sie dies unbedingt akzeptieren. Macht die Frau den ersten Schritt, ist dies für Sie umso besser. Jedoch auch in diesem Fall gilt: Weniger ist mehr. Lassen Sie die Frau bestimmen, wie intensiv der Körperkontakt sein soll. Frage Sie am Abend des Kennenlernens auch nicht nach, ob Sie mit Ihnen nach Hause kommen möchte. Bieten Sie an, die Frau bis zur Haustür zu begleiten. So hat diese die Chance Sie aufzufordern mit reinzukommen. Ist dies nicht der Fall, bringen Sie Geduld mit und geben ihr die Zeit, die Sie braucht.

Muss man seit #metoo um “Erlaubnis” fragen, um zu Flirten oder weiterzugehen?

Grundsätzlich muss natürlich niemand um Erlaubnis fragen, um mit einem anderen Menschen zu flirten. Dies machen weder Frauen, noch Männer. Natürlich erwartet die Mehrheit der Frauen, dass der Mann den ersten Schritt der Kontaktaufnahme macht. Und natürlich müssen Sie als Mann nicht zur Frau gehen und diese Fragen, ob Sie mit ihr flirten dürfen. Achten Sie, wenn Sie sich unsicher sind auf Signale. Gefallen Sie der Frau, wird sie garantiert auf Ihre Blicke reagieren.

Flirten in Zeiten von #metooLächeln Sie freundlich und fragen, ob Sie Lust auf einen Drink hat. Diesen können Sie dann bestellen und während der Wartezeit mit ihr ins Gespräch kommen. Haben Sie Hemmungen ihr Komplimente zu machen, beginnen Sie die Unterhaltung einfach mit Smalltalk. Dies lässt Ihre Unsicherheit schwinden und ist in den meisten Fällen die Grundlage für ein gutes Gespräch, welches bei bestehendem Interesse vertieft werden kann.

Dies gilt nicht erst seit der #metoo-Debatte, sondern gehört zum Flirten seit jeher dazu. Möchten Sie eine körperliche Annäherung und sind sich nicht sicher, wie die Frau dies sieht, können Sie beispielsweise sagen, dass Sie gerne ihre Hand nehmen würden. Ist die Frau abgeneigt von der Idee, wird Sie dies kommunizieren. Ist das Gegenteil der Fall, werden Sie dies auch merken. Um Erlaubnis fragen müssen Sie jedoch beim Flirten wirklich nicht.

Wo bestehen heute die Gefahren?

Durch #metoo wird das Flirten sehr kritisch betrachtet und die Handlungen der Männer noch genauer unter die Lupe genommen. Die Gefahren bestehen darin, dass Sie in den Augen der Frau unverschämt und sexistisch waren. Meiden Sie jedoch jegliche Anspielungen zu diesem Thema, besteht diese Gefahr nicht. Hier ist auch jede Frau anders. Die eine freut sich zu hören, dass ein Mann Sie sexy findet, eine andere Frau wiederum findet dies unpassend und fühlt sich dadurch belästigt.

Seien Sie lieber etwas zurückhaltend, aber zeigen trotzdem, dass Sie interessiert sind. Achten Sie vor dem Flirten darauf, ob die Frau interessiert ist oder nicht. So können Sie sich unangenehme Situationen ersparen und die Frau in Ruhe lassen, wenn diese kein Interesse zeigt. Durch die #metoo-Debatte reagieren einige Frauen viel sensibler auf das Flirten von Männern, jedoch besteht keine Gefahr, wenn dies höflich abläuft und Sie der Frau mit Anstand gegenübertreten.

Gibt es durch #metoo auch neue Chancen und welche sind das?

Paar zärtlichDurch #metoo gibt es tatsächlich auch neue Chancen. Die Frauen können nun öfter den ersten Schritt machen und damit zeigen, dass Sie nach wie vor Flirten möchten und nicht alle Männer als Sexisten ansehen. Für die Frauen ist es, wie auch für die Männer nicht einfach den Anfang zu machen, jedoch besteht hier nur in den seltensten Fällen die Gefahr, dass ein Mann sich von einer Frau durch das Flirten sexuell belästigt fühlt. Für Männer ist #metoo die Chance zu beweisen, dass nicht alle gleich sind und Flirten auch mit Anstand und Respekt funktioniert und somit nichts mit sexueller Belästigung zu tun hat.

Fazit:

#metoo hat einigen Männern die Lust und den Mut am Flirten genommen, was jedoch sehr schade ist. Nicht alle Männer werden heutzutage als Sexisten abgestempelt und sollten daher, wenn Lust zu flirten besteht, keine Angst haben, eine Frau anzusprechen. Frauen wiederum können den fehlenden Mut am Flirten der Männer nutzen und selber auf diese zugehen. Dies gilt sowohl für den Flirt, als auch für den ersten Schritt der Annäherung. Flirten ist von Frauen nach wie vor gerne gesehen, sollte daher auf keinen Fall mit sexuelle Belästigung gleichgestellt werden. Denn wie sonst soll ein Mann einer Frau Interesse bekunden, wenn dies nicht mehr durch das Flirten möglich wäre?



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