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Warum wir uns verlieben

Schmetterlinge im BauchSo gut wie jeder kennt das Gefühl, wenn sich der Bauch mit Schmetterlingen füllt und der Kopf so herrlich leicht wird. Man möchte singen und tanzen und die Probleme, die sich eben noch wie graue Wolken an unserem Firmament aufbauten, lösen sich in lauter Wohlgefallen auf. Dafür gibt es natürlich nur eine Erklärung – Wir sind verliebt. Und mancher stellt sich die Frage, warum wir uns verlieben?

 

 

Ist Liebe Zufall oder aus welchen Gründer verlieben wir uns?


Warum wir uns verliebenDoch wie verlieben wir uns eigentlich? Welche Faktoren steuern in unserem Gehirn dieses einzigartige Gefühl? Diese Fragen stellen sich Verliebte und solche, die es werden wollen, immer wieder. Die Wissenschaft hat heute einige Antworten auf diese alte Frage gefunden, welche die Menschheit schon seit Urzeiten beschäftigt. Körpersprache, Duft und Hormone können laut der Forschung dazu beitragen, dass wir uns verlieben.

 

Biologische Elemente, die beim Verlieben eine Rolle spielen



Die Natur hat den menschlichen Körper so eingerichtet, dass zu Personen des anderen Geschlechts eine starke Anziehungskraft besteht. Dadurch wird unsere Fortpflanzung garantiert. Daher gibt es auch etliche biologische Fakten, die einen Einfluss darauf nehmen, dass wir uns verlieben.

 

Der Geruchsinn und sein Einfluss auf das Verlieben

Geruchssinn beim VerliebenIm Tierreich spielt der Geruchssinn eine große Bedeutung bei der Partnerwahl. Von Mäusen bis zu Ebern lassen sich die Tiere von Pheromonen leiten, wenn es darum geht, den richtigen Partner zu finden. Dieser Botenstoff wird auf unbewusste Weise wahrgenommen und kann fortpflanzungsbezogene physiologische Reaktionen auslösen, wie im Jahr 1959 von dem Chemiker Peter Karlson und dem Zoologen Martin Lüscher herausgefunden wurde.

 

Forscher gehen bereits seit einiger Zeit davon aus, dass auch Menschen diesen Botenstoff ausschütten und entsprechend auch empfangen können. Die Vorstellung ist zwar wenig romantisch, dennoch ist es vorstellbar, dass wir über besondere rezeptorische Sensoren in der Nase gewissermaßen erschnuppern können, wer genetisch zu uns passt und auch die nötige Fertilität besitzt, so dass wir gesunde Kinder empfangen können. Wie jedoch dieser Prozess beim Menschen genau abläuft, ist bis heute noch nicht genau geklärt.

 

Es besteht heute auch die Theorie, dass wir durch den Geruch einer Person unbewusst deren Immunsystem bewerten können. Natürlich stellt sich die Frage, was das Immunsystem mit dem Verlieben zu tun hat. Doch aus biologischer Sicht ist auch hier die Antwort sehr logisch. Personen mit einem starken Immunsystem bieten die besten genetischen Voraussetzungen, um gesunde Babys zu zeugen und das Fortbestehen der Rasse bleibt garantiert.

 

Verlieben von Hormonen gesteuert


warum wir uns verliebenEbenso ist es wahrscheinlich, dass auch unser Hormonzyklus eine gewisse Rolle beim Verlieben spielt. So geht man heute davon aus, dass eine Frau während der fruchtbaren Phase ihres Monatszyklus eher dazu bereit ist, sich zu verlieben. Dabei zieht sie unwillkürlich Männer vor, die einen hohen Testosteronspiegel aufweisen. Experimente haben ergeben, dass Frauen zur Zeit des Eisprungs Männer mit einem deutlich männlichen Erscheinungsbild bevorzugen, selbst wenn die Persönlichkeit nicht unbedingt mit ihrem Wunschbild übereinstimmt. Interessanterweise bevorzugen diese Frauen außerhalb der fruchtbaren Tage oft deutlich weniger männlich wirkende Männer.

 

Die Hormone spielen auch noch eine weitere Rolle. Finden wir eine Person nämlich attraktiv und haben die ersten zarten Bande geknüpft, so setzt im Körper eine verstärkte Ausschüttung der Botenstoffe Dopamin und Adrenalin ein. Dieser erzeugt das euphorische Gefühl, das Verliebte kennzeichnet und zu der konstanten Hochstimmung beiträgt. Gleichzeitig macht uns das Dopamin gewissermaßen nach unserem Partner süchtig.

 

Adrenalin und Dopamin fluten das verliebte Gehirn

 

Wir sind beständig unruhig, wenn wir nicht in seiner Nähe sind und fiebern den Momenten entgegen, in denen wir zusammen sein können. Adrenalin, das Stresshormon, ist für die Schmetterlinge im Bauch verantwortlich und erzeugt bei den Verleibten einen positiven Stress. Diese Botenstoffe kennzeichnen jedoch hauptsächlich die Anfangsphase einer Liebesbeziehung.

 

Festigt sich die Partnerschaft späterhin, so kann das Hormon Oxytocin die Bindung zwischen den Partner fördern. Dieses Kuschelhormon entsteht beispielsweise beim Sex und weckt in uns den Wunsch, uns an den Partner zu binden. In vielen Fällen ist es auch dieses Hormon, dass daran schuld ist, dass wir uns an einen Partner binden, mit dem wir eigentlich nur eine flüchtige Beziehung eingehen wollten.

Oxytocin beim Verlieben

 

In einer längeren Partnerschaft spielt in der Regel Oxytocin die Hauptrolle und verdrängt Dopamin und Adrenalin. Darum hat man nach Jahren auch nicht mehr das gleiche Gefühl, wie in der anfänglichen Phase des Verliebtseins. In dieser Phase, wenn die sich Euphorie der Verliebten gelegt hat, kann man am besten feststellen, ob man den richtigen Partner für das Leben gefunden hat.

 

Attraktivität aus biologischer Sicht

Natürlich nimmt es beim Verlieben auch einen Einfluss, ob wir eine Person attraktiv finden. Der erste optische Eindruck ist dafür verantwortlich, dass wir uns für eine Person interessieren. Bei der Bewertung der Attraktivität spielen biologische Faktoren eine Rolle. Evolutionsforscher haben festgestellt, dass in allen Kulturen Menschen mit ebenmäßigen Gesichtszüge als attraktiv bewerten. Sie führen diese Tatsache darauf zurück, dass ebenmäßige Gesichtszüge mit Gesundheit gleichzusetzen sind.

 

Attraktivität beim VerliebenGesundheit ist natürlich das wichtigste Element für eine erfolgreiche Fortpflanzung und eine gesunde Nachkommenschaft. Auch werden solche Merkmale als attraktiv empfunden, die Männlichkeit oder Weiblichkeit ausdrücken. Bei Männer gehören dazu ein kräftiger Körperbau, ausgeprägte Augenbrauen und ein ausdrucksvolles Kinn. Diese Merkmale sind in erster Linie auf einen hohen Testosteronspiegel zurückzuführen, der wiederum Fruchtbarkeit signalisiert.

 

Ähnlich verhält es sich bei den Frauen. Volle Brüste, ein zarter Teint und glänzende Haare gehören zu den Merkmalen, die eine Frau als attraktiv kennzeichnen. Diese Merkmale werden durch das weibliche Hormon Östrogen hervorgerufen, das ebenfalls für die Fruchtbarkeit verantwortlich ist. Somit finden also auch Männer die Frauen besonders attraktiv, die auch fruchtbar sind.

 

Kultur und Erziehung als Faktoren beim Verlieben

Es spielt jedoch nicht nur die Biologie eine Rolle, wenn wir und verlieben. Die Art, wie wir erzogen wurden und der Kulturkreis, der uns beeinflusst hat, spielen bei der Partnerwahl ebenfalls eine Rolle. Auch vergangene Erfahrungen nehmen einen Einfluss darauf, ob wir und verlieben oder nicht. Daher spielen auch Gemeinsamkeiten eine große Rolle, wenn es darum geht, sich in einen Partner zu verlieben. Gleiche Interessen, aber auch ähnliche Ziele im Leben, Wertvorstellungen und Anschauungen wirken anziehend und können neben dem Verlieben auch eine Basis für eine dauerhafte Beziehung.

 

Unsere kulturelle Entwicklung spielt eine große Rolle dabei, um ein Idealbild von einem Partner zu erstellen. Filme, Bücher und auch das Beispiel der Eltern schaffen eine gewisse Erwartungshaltung in Bezug auf den Partner. Bei Menschen aus dem gleichen Kulturkreis ähneln sich diese Vorstellungen natürlich, so dass ein Partner, der den eigenen Vorstellungen entspricht, leichter gefunden werden kann.

Die Vergangenheit spielt weiterhin eine Rolle dabei, wie leicht wir uns verlieben können. Negative Erfahrungen, die in Bezug auf Partnerschaften gesammelt wurden, machen es für viele Menschen schwer, sich zu verlieben. Der Glaube an die Liebe ist eine essenzielle Voraussetzung dafür, dass sich diese auch wirklich einstellen kann.

Auch unterscheiden sich die Personen in ihrer Wesensart, was ebenfalls einen Einfluss auf die Weise nimmt, wie sie sich verlieben. Wer emotionsbetont ist, an die Liebe auf den ersten Blick glaubt, ist oft viel schneller bereit, sein Herz einem Partner zu öffnen. Andere Menschen stellen logische Betrachtungen in den Vordergrund, sind kopfbetont und brauchen oft viel länger, um einen Partner zu finden, für den sie Verliebtheit empfinden.

Darüber hinaus spielen auch die individuellen Bedürfnisse eine Rolle bei der Partnerwahl. Es ist nur natürlich, dass jeder Mensch bewusst oder unbewusst nach einem Partner sucht, der diese Bedürfnisse decken kann. Sicherheit, Vertrauen, Zärtlichkeit gehören oft zu diesen individuellen Ansprüchen, die man befriedigen möchte.

 

Wie kann man eine begehrenswerte Person werden?



Nimmt man nun die biologischen und kulturellen Faktoren zusammen, so klärt sich die Frage, warum sich Menschen in eine bestimmte Person verlieben, ein wenig. Doch stellt sich gleich die nächste Frage: Kann man selbst etwas dazu tun, um die Liebe von möglichen Partnern anzuziehen? Natürlich gibt es dazu immer wieder Möglichkeiten, an der eigenen Anziehungskraft zu arbeiten. Wichtig ist dabei zunächst eine positive Grundeinstellung. Wenn man an die Liebe und an sich selbst glaubt, so entsteht eine positive Grundeinstellung, die attraktiv wirkt.

 

An der eigenen Attraktivität arbeiten



Wir können davon ausgehen, dass die körperliche Attraktivität einer der ersten Punkte ist, die bei einem Menschen auffallen und andere dazu anregen, sich zu verlieben. Natürlich kann man an dieser Attraktivität arbeiten. Wichtig ist es dabei, ein vitales, gesundes Aussehen zu fördern. Frauen achten beispielsweise bei Männern auf die folgenden Punkte:

– Muskulöser Körper
– Kein Übergewicht
– Markante Gesichtszüge

So kann ein Mann mit ein wenig Fitness seine Attraktivität fördern und dabei natürlich auch tatsächlich seinen Gesundheitszustand verbessern. Übergewicht zu verlieren hilft nicht nur bei der Partnersuche.

 

 

Auch Männer werden bei Frauen auf den ersten Blick von mehreren Aspekten angezogen:

 

– Große Augen
– Langes, gepflegtes Haar
– Straffe Brüste
– Sanduhrfigur

 

Als Frau hat man etliche Möglichkeiten, um am eigenen Aussehen zu arbeiten. Sport zum Formen des Körpers, angemessene Haar- und Hautpflege, sowie Kleidung, die den Körper vorteilhaft betont, können ein großer Schritt sein, um die Anziehungskraft zu fördern. Wenn man jedoch auch nach den besten Bemühungen eine Person ist, die über den Durchschnitt kaum herausragt, so sollte man sich dennoch keine Sorgen machen.

 

Die persönliche Einschätzung von attraktiv ist bei jedem Menschen verschieden und, wie schon unsere Großmütter feststellten, gibt es tatsächlich zu jedem Töpfchen ein Deckelchen. Schließlich sind es Durchschnittsmenschen, die sich Tag täglich verlieben und nicht nur Supermodels.

 

Warum wir uns verlieben – die Ausstrahlung

 

Lächeln und VerliebenDie Anziehungskraft wird jedoch auch auf den ersten Blick nicht nur von den körperlichen Schönheitsmerkmalen bestimmt. Auch eine gewisse Ausstrahlung gehört dazu. Eine selbstbewusste Haltung und ein gewinnendes Lächeln führen unwillkürlich dazu, dass der Blick auf einer Person verweilt. Diese Ausstrahlung entsteht aus Selbstbewusstsein. Verlieben ist wesentlich einfacher, wenn du gelernt hast, dich selbst zu akzeptieren und mit dir zufrieden zu sein. Deshalb sollten deine Anstrengungen in Bezug auf dein Aussehen auch in erster Linie darauf gerichtet sein, das du dich selbst mit deinem Aussehen wohlfühlst.

 

Auch Faktoren aus der Umgebung können beim Verlieben Einfluss nehmen. So ist beispielsweise sanfte, romantische Musik eher dazu geeignet, um sich zu Verlieben, als nervende Techno Töne. Aber auch Erregung, die aus einer Situation entsteht, beispielsweise bei einer Bergpartie oder einem Segeltörn, können Menschen dazu veranlassen sich leichter zu verlieben. Die Erregung wird nämlich unwillkürlich auf die Person übertragen, mit der man sie erlebt hat und man fühlt sich verliebt.

 

Ob man sich verliebt, oder nicht, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, die über den biologischen Aspekt hinausgehen. Daher ist es auch wichtig zu wissen, in welcher Personengruppe du Menschen finden kannst, die sich in dich verlieben. Gleiche Interessen und Erwartungshaltungen können ein entscheidender Punkt sein. Daher kann man davon ausgehen, dass man schneller dort einen Partner finden wird, wo man auch den eigenen Interessen nachgehen kann. Das kann im Fitness Studio oder im Bücherclub sein, im Theater oder auch beim Rock Konzert. Je mehr du dir erlaubst, du selbst zu sein, desto größer sind deine Chancen, wirkliche Liebe zu finden.

 

Fazit: Warum wir uns verlieben?

Viele Aspekte spielen eine Rolle, wenn wir uns verlieben. Dazu gehören zunächst einmal biologische Element, die sich unbewusst entwickeln, wie Geruch, Hormone und Attraktivität. Darüber hinaus kommt jedoch auch unser kulturelle Hintergrund ins Spiel, da er in uns eine bestimmte Erwartungshaltung in Bezug auf einen Partner formt. Trifft man die Person, bei der alle Werte übereinstimmen, so entsteht das herrlichste Gefühl der Welt und wir können die Schmetterlinge im Bauch und die einzigartige Hochstimmung genießen, die das Verliebtsein mit sich bringt.

 


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