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Pheromone – Botenstoffe der Liebe

Was sind Pheromone und wie ist deren Bedeutung? Inwiefern kann man Pheromone als Botenstoffe der Liebe bezeichnen? Kann man sich die Wirkung von Pheromonen zu Nutze machen?

 

Bei Pheromonen handelt es sich um Hormone, um sogenannte chemische Botenstoffe, die ein Mensch aussendet und ein anderer Mensch unbewusst wahrnimmt. Sie werden über die Haut abgegeben und stammen meistens von der Oberlippe, bei Männern außerdem aus den Achselhöhlen, bzw. dem Schweiß und bei den Frauen aus der Scheide. Das Wort selbst stammt aus dem Griechischen und bedeutet “tragendes Hormon” oder “Träger von Erregung”.

 

Diese Botenstoffe entstehen durch verschiedene Immunsysteme, die sich durch Vererbung und Infektionskrankheiten gebildet haben. Dank der Lockstoffe werden Informationen zwischen Menschen ausgetauscht, ohne dass sie dabei sprechen. Es wird zwischen zwei Arten von Pheromonen unterscheiden: Die Releasing-Pheromone bewirken eine schnelle Verhaltensänderung. Die Primer-Pheromone beeinflussen langfristig das Hormon- und Nervensystem.

 

Sinn und Zweck der Pheromone

 

Ein Pheromon wird von einem Menschen abgegeben und führt zu einer Reaktion beim anderen Menschen. Die Botenstoffe haben eine stimulierende Funktion. Sie senden Informationen, die für die Partnerwahl bei der Partnersuche sehr wichtig sind. Die Lockstoffe beeinflussen die fortpflanzungsbezogene physiologische Vorgänge, das Sexualverhalten, Sympathie und Antipathie.

 

Pheromone haben ebenfalls Einfluss auf gewisse Körperfunktionen, wie beispielsweise den Herzschlag und die Atemfrequenz. Sie wirken auch auf die Geschlechtsorgane und beflügeln den Sexualtrieb. Die Botenstoffe spielen bei der Partnersuche eine große Rolle. Außerdem können durch Pheromone Rückschlüsse auf das Erbgut eines Menschen gezogen werden.

 

Pheromone Lockstoff

 

Ausschüttung von Pheromonen

 

Die Lockstoffe werden von jedem Individuum ausgeschüttet, die andere Menschen riechen können. Diese Pheromone werden ständig ausgeschüttet. Meistens geschieht dies durch den Schweiß. Pheromone sind in Körperflüssigkeiten wie Tränen, Schweiß oder Urin erhalten. Der Mensch bildet eine Reihe von verschiedenen Pheromonen, und dies meistens unbewusst. Menschen reagieren ebenfalls verschieden stark auf die Pheromone.

 

Sehr viele Pheromone werden ausgeschüttet, jedoch waschen die Menschen diese wieder mit Duschgel ab und verdecken sie mit Deo. Auf diese Wiese wird der eigene Geruch überdeckt und verfälscht, der vom anderen Geschlecht als positiv oder negativ empfunden wird und genau dieser Geruch kann für eine glückliche Partnerschaft sorgen.

 

Es gibt drei Typen Pheromone, die der Mensch produziert:

 

  1. Androstenon gibt einen Eindruck von Kraft sowie Dominanz und zieht Frauen stark an. Bei Männern ist es umgekehrt. Sie werden davon abgestoßen, weil sie nicht wollen, dass jemand dominanter ist als sie selbst.

 

  1. Androstenol ist ein Produkt der Schweißdrüse und beeinflusst den Eindruck, den andere Menschen von einer Person haben.

 

  1. Kopuline sind kleine Fettsäure, die im Sekret der Scheide von einer Frau vorkommen und eine entspannende Wirkung auf Männer haben. Produziert werden Kopuline während der fruchtbaren Phase des Zyklus vor dem Eisprung.

 

Je mehr Pheromone ausgeschüttet werden, desto größer ist die Anziehungskraft, die sie hervorrufen. Pheromone sorgen für einen besonderen Geruch, der einmalig ist, sich aber auch verändern kann. Zu dieser Veränderung können der Gesundheitszustand, die Stimmung sowie die Ernährung führen.

 

Wahrnehmung von Pheromonen

 

Menschen produzieren Pheromone und beeinflussen die sexuelle Wahrnehmung des anderen Geschlechtes zu ihren Gunsten. Unbewusst können Menschen über die Nase das Geschlecht riechen. Pheromone sind geruchlos. Trotzdem werden sie von der Nase wahrgenommen. Die Rezeptoren befinden sich in der Riechschleimhaut der Nase. Die Menschen nehmen die geruchlosen Pheromone mit Hilfe des Vomeronasalen Organs (VNO) wahr, das für diese Lockstoffe zuständige Sinnesorgan.

 

Das VNO-System hat zwei kleine Sinnesorgane, die hinter der Nase sind und vom Rest des Riechorgans nicht abhängen. Sie führen direkt in den Hypothalamus, was das Zentrum des Gehirns ist und wo Instinkte sowie Emotionen entstehen. Viele Pheromone werden von der Luft übertragen, einige jedoch durch den körperlichen Kontakt, wie zum Beispiel durch Küssen. Die Menschen besitzen viele Gene für Pheromonrezeptoren, jedoch sind nur fünf funktionstüchtig. Der Mensch benötigt die Kommunikation über die Chemie nicht mehr, da er die Sprache hat.

 

Reaktion auf Pheromone

 

Die Botenstoffe lösen äußerlich sichtbare Reaktionen aus und beeinflussen physiologische Prozesse im Inneren des Körpers. Das männliche Pheromon Androstadienone hat bei Frauen eine stimmungsaufhellende Wirkung. Frauen können sich unter dem Einfluss von Androstadienone fokussierter fühlen. Menschen, die im Prinzip als unattraktiv gelten, können eine große Anziehungskraft auf das andere Geschlecht haben.

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Die Lockstoffe werden unbewusst wahrgenommen und die Reaktion bei Menschen hängt meist auch von der Situation ab, in der man sich begegnet. Auf der körperlichen Ebene reagiert der Körper des Menschen äußerst heftig und initiiert einen Hormonrausch. Die Reaktion auf diese Botenstoffe ist individuell und unterschiedlich. Eine Person kann öfter Blicke oder ein Lächeln bekommen, angesprochen werden oder durch Flirtversuche und durch entsprechende Gesten und Körpersprache Aufmerksamkeit erregen.

 

Es wurde herausgefunden, dass die Reaktion auf Pheromone zwischen zwei Menschen am intensivsten ist, wenn sich diese zwei Menschen erst vor kurzem kennengelernt haben. Der erste Eindruck wird durch Pheromone positiv beeinflusst. Die eine Person fühlt sich zu der anderen mehr hingezogen, ist kontaktfreudiger und weniger befangen. Pheromone können eine positive aber auch eine negative Reaktion beim Gegenüber auslösen. Negative Reaktionen werden meist beim gleichen Geschlecht hervorgerufen. Männer reagieren aggressiv und abweisend auf die Pheromone beim anderen Mann und Frauen empfinden die andere Frau als Konkurrentin.

 

Wirkung von Pheromonen

 

Die Wirkung von Pheromonen ist noch nicht völlig geklärt. Man weiß, dass Pheromone bei anderen  Menschen eine Verhaltensreaktion oder physiologische Reaktion bewirken. Die Wirkung der Lockstoffe spielt eine Rolle bei der sexuellen Orientierung und bei der Partnerwahl. Der Achselschweiß von Männern kann den Menstruationszyklus von Frauen vereinzelt verkürzen.

 

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Manche Pheromone der Frauen lösen eine Testosteronerhöhung aus, wodurch sich die Attraktivität der Frau steigert und die Lust nach sexuellen Aktivitäten angeregt wird. Folgende Wirkungen können Pheromone auslösen: generelles Interesse und Aufmerksamkeit, Augenkontakt und Lächeln, das Steigern der Hormonausschüttung des Gegenübers, sexuelle Anziehung, eine gute Laune, Sympathie, Selbstsicherheit, entspannender Effekt auf andere Menschen, Reduktion von Hemmungen, Leidenschaft, romantische Gefühle, sexuelles Interesse, Dominanz und Überlegenheit, Geborgenheit sowie Respekt.

 

Der Körpergeruch enthält eine große Zahl von Signalen, die warnen, anlocken, kooperativ oder kampfbereit machen und direkter wirken als alles, was der Mensch sieht oder hört. Pheromone wirken, auch wenn sie unbewusst wahrgenommen werden und man kann sich dagegen nicht wehren.

 

Rolle von Pheromonen bei der Partnersuche

 

Pheromone sind bei der Partnersuche maßgeblich und entscheiden, welchen Partner man anhand des Geruchs interessant findet und welchen nicht. Es kann sein, dass man sich zu einem Menschen hingezogen fühlt, der überhaupt nicht der Typ Mensch ist, der einem sonst immer gefällt. Die Pheromone im Körper sind entscheidend für die Partnerwahl. Menschen werden bei der Partnersuche sowie Partnerwahl durch die Duftstoffe aus Körperflüssigkeiten beeinflusst.

 

Unbewusste Eindrücke machen Menschen anziehend, so der Körpergeruch. “Immer der Nase nach” bedeutet, dass Menschen ihre Partner anhand von Pheromonen auswählen. Jeder Mensch hat einen eigenen besonderen Duft, der verschiedenartig wahrgenommen wird. Unbewusst steuern die Botenstoffe das körperliche Verlangen. Der körperliche Duft dringt über die Nase ins limbische System ein, in den Teil des Hirns, der für die Triebe und das Verlangen verantwortlich ist. Das Auge kann entscheiden, ob jemand optisch attraktiv ist, die Nase entscheidet jedoch, ob dieser jemand für eine Partnerschaft geeignet ist.

 

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Körpereigene Gerüche sind nötig, um bei der Partnersuche und Partnerwahl den richtigen Riecher zu haben. Im Geruch stecken Botschaften, die Informationen über Partnerqualität geben. Bei der Suche nach dem richtigen Partner ist die Wirkung des körpereigenen Geruchs nicht zu unterschätzen. Ob man einen Menschen gut riechen kann oder nicht, ist ebenfalls wichtig bei der Partnersuche. Männer profitieren bei der Partnersuche von dem Pheromon Androstadienon, das sich beim Schwitzen im Achselbereich bildet. Frauen wirken durch das Estratetraenol auf Männer anziehend. Pheromone können als Bindeglied zwischen Duft und Liebe bezeichnet werden.

 

Jemanden “gut riechen” können

 

“Liebe geht durch die Nase”: die Nase entscheidet mit, wen man sympathisch findet und wen nicht. Jeder Mensch hat einen individuellen Körpergeruch. Dieser individuelle Geruch setzt sich aus Duftmolekülen zusammen, die der Mensch über jede Haut Pore verströmt. Wenn man jemanden “gut riechen” kann, bedeutet es, dass dieser jemand einem sympathisch ist. Menschen riechen unbewusst aneinander. Der individuelle Körperduft drückt das genetische Profil eines Menschen aus. Den persönlichen Duft kann man auf einem Abstand von eins bis zwei Metern riechen.

 

Wenn die Nase “Ja” sagt, dann stimmt die Chemie. Der Mensch bevorzugt einen anderen Menschen, der genetisch möglichst verschieden als einer selbst ist. Je unterschiedlicher der Genpool zweier Menschen ist, desto höher ist die Chance auf einen gesunden Nachwuchs. Die Redewendung “sich gut riechen können” kommt also nicht von ungefähr. Die Pheromone haben diese Redewendung maßgeblich geprägt. Der Geruch spielt eine wesentliche Rolle in der Steuerung menschlichen Sozial- und Sexualverhaltens. Paare, die einander gut riechen können empfinden extreme Geruchssituationen, wie zum Beispiel nach dem Sport oder während der Regelblutung, nicht als unangenehm.

 

Beeinflussen eigener Pheromone

 

Pheromone können im gewissen Wasser gelöst gekauft werden. Parfümhersteller versprechen damit eine Steigerung der Attraktivität. Durch Pheromone im Parfüm wirkt man anziehender auf das andere Geschlecht. Ein Duft kann aber auch die Pheromone gekonnt unterstreichen, wenn man den richtigen Duft für sich findet. Mit den Pheromonsprays kann man sein eigenes Duftbild intensivieren und ergänzen.

 

 

Der eigene Duft ist von der Laune, dem Wohlbefinden, der Gesundheit, dem Alter und von vielen anderen Faktoren abhängig. Pheromone sind körpereigene Stoffe, die bei Angst, Stress und sexueller Lust entstehen und kaum beeinflusst werden können. Man kann jedoch einen Duft finden, der den eigenen Geruch unterstreicht, denn der eigene Körpergeruch mit seinen Pheromonen ist der effektivste Lockstoff.

 

Pheromon Partys

 

Pheromone können bei der Partnersuche wichtig sein. Bei einer Pheromon-Party stehen Frauen und Männer in einer Bar und riechen an Plastiktüten, in welchen ungewaschene und mehrere Tage getragene T-Shirt sind. Diese Partys sind für die Partnersuche gedacht. Die Idee zu diesen Partys stammt aus den Vereinigten Staaten, und zwar von der Künstlerin Judith Prays. Die erste solche Party fand im Jahr 2010 statt.

 

Wenn jemand denkt, dass er den potenziellen Partner gefunden hat, fotografiert er sich mit der Tüte. Das Foto wird an die Wand projiziert und derjenige oder diejenige, dem/der das T-Shirt gehört, kann dann Kontakt aufnehmen. Wenn man diejenige oder denjenigen auch optisch attraktiv und anziehend findet, steht einem Kennenlernen nichts mehr im Wege.

 

Nun folgt der gewöhnungsbedürdftige Teil. Singles, die auf dieser Basis andere kennen lernen, tragen das T-Shirt nun 3 Tage lang. Drei Tage lang können so Pheromone in das Shirt einziehen. Das T-Shirt wird am Morgen in einen Plastikbeutel gesteckt und dann kommt es in den Kühlschrank, damit die Pheromone konserviert bleiben. Die Plastiktüten werden nun mit rosa und blauen Nummernkärtchen beschriftet. Die rosa Nummernkärtchen sind für das weibliche und die blauen für das männliche Geschlecht vorgesehen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer nimmt sich eine Tüte und schnuppert daran.

 

Wie funktionieren Pheromon Partys in Deutschland?

 

In Deutschland sind diese Partys zur Partnersuche noch nicht so berühmt. Die Geruchsstoffe fremder T-Shirts aufzunehmen, ist nicht sehr angenehm. Die erste Pheromon-Party fand am 19. April 2013 in Berlin statt, und auch bei dieser Party galt das Motto: Den Traumpartner am Geruch erkennen und immer der Nase nach – Partnersuche durch die Nase. Der Veranstalter der ersten Pheromon-Party in Deutschland fand die Idee aus den USA sensationell.

 

Bei der ersten Party in New York nahmen 40 Menschen teil und es fanden sich zwölf Paare zusammen, von welchen drei noch heute zusammen sind. Bei der ersten Party in Berlin haben sich leider keine Paare gefunden. Die Partnersuche auf solchen Partys hat sich nicht als besonders erfolgreich gezeigt, deshalb finden Pheromon-Partys in Deutschland kaum statt. Wenn man eine finden möchte, dann sollte man in den Veranstaltungsprogramm der jeweiligen Stadt schauen.


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